Saisonfinale in Bad Arolsen – 2. Platz Hessische Meisterschaften

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Rückblick zum letzten Wettkampf dieser Saison: Twistesee-Triathlon

-> Hessische Meisterschaft über die olympische Distanz (1,5 – 41 – 10)

Neo: Klar! / Zeit: Komisch!🤔

Bildergebnis für twiste see triathlon 2018Mit Neo im Gepäck und der Hoffnung, dass er endlich mal zum Einsatz kommen darf, ging es nach Bad Arolsen.

Ich sollte Recht bekommen, brachte mir aber trotzdem nicht viel. Nach 24:25 sek. stieg ich aus dem 21 C kalten Wasser und lag damit knapp 1:30 min. unter meiner Zeit von Viernheim (OHNE NEO!). 🤔🙄
Vielleicht war die Zeitmessplatte auch erst oben am Berg, der erstmal unmittelbar nach dem Schwimmaustieg und noch im Neo erklommen werden musste ↗️. Vielleicht sind die Löcher im Neo auch nicht mehr wirklich auftriebsförderlich 🤔😗 Stolz wie Oskar, keine Gehpause eingelegt zu haben, kam ich oben angekommen aus diesem blöden (äh guten) Neo nicht raus. Dahin war der Stolz. Statt zu gehen, setzte ich mich auf die Wiese um dieses Ding irgendwie mit Gewalt über die Füße zu streifen.

Hoch und Runter auf dem Rad / schnellste Radzeit d. Tages !

 

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.

Der Wechsel auf’s Rad war dann schon besser. Dann hieß es ATTACKE (!). Zwei Runden waren zu fahren, je 350 Hm, also 700 !😮! Ungewöhnlich gut vorbereitet, konnte ich das im Vorfeld per Mail in Erfahrung bringen u. mich entsprechend vorbereiten. Es gab kaum flache Passagen (s.Bild). Ständig musste ich schalten, bremsen, fliegen (auf Oberrohr liegend😂) und zwischendurch auch ein bisschen treten 😉 Wie schnell ich im Vgl. zur Konkurrenz unterwegs war, konnte ich überhaupt nicht einschätzen. In der zweiten Runde nahm ich etwas Druck raus, kann aber gar nicht sagen, warum. <EGAL>, denn in der Wechselzone zurück standen noch keine 10 Räder. (Erst später im Ziel sah ich meinen Radsplit mit ü.1 min. Vorsprung auf den Rest💪). Ich wusste: Wenn ich Laufen würde wie in Viernheim, ist da nach vorne noch sehr viel möglich auf 10k.

Wundertüte Laufen🏃‍♂️🏃‍♂️🏃‍♂️

Ich schoss los, ohne Plan, wie schnell ich überhaupt laufen will und kann nach der happigen Radstrecke. Ich überließ es einfach dem Gefühl, schaute kaum auf die Uhr und wusste, dass auf der Wendepunktstrecke zwei mal richtig steile Rampen angekündigt waren. <EGAL>, dachte ich erneut, und ließ mich davon nicht beirren, schoss weiter und hielt ein Tempo um die 3:40 min/km (ohne Blick auf die Uhr;-)). Der steile Anstieg kam immer näher. Ich sah Fabian Pretz am Streckenrand und bat ihn wild gestikulierend (Tempo war zu hoch zum Quatschen!) um Zwischenzeiten an die Spitze. Danke dafür! Das war wirklich hilfreich👌🙏. Die Rampe kam viel zu früh und ging wider Erwarten bergab.🙄Es war klar, ich muss auf dem Rückweg dort hoch klettern, mist 🙄. Also sowas habe ich noch nie erlebt. Sowohl da runter als auch hoch zählten ganz eigene Regeln. Mitten drin auch noch eine Pflegestation, die ich entweder verpasste weil ich bergab viel zu schnell war oder bergauf viel zu sehr mit Kämpfen beschäftigt war 🤣🤣.
Ob und wie viele Athleten ich beim Laufen catchte, blieb mir auch völlig unklar. Erst im Gegenverkehr passierte mich das Führungsfahrrad, gefolgt von Timo Pippart. Jetzt war klar, da fehlt nicht viel. Genau 1:20 min. Rückstand stoppte Fabian bei KM5. Hmm, soll ich auf Attacke nochmal Attacke drauf setzen? Soll ich meinen 2. Platz absichern? Oder soll ich irgendwas verrücktes machen? (z.B. rückwärts bergab laufen?!?). Komische Gedanken, die mir da durch den Kopf gingen…
Ich versuchte beim letzten Passieren von Timo anhand seiner Facial Expressions seinen Leidensdruck zu erahnen. Da half aber selbst mein Beruf nicht weiter 😛
Der Abstand blieb dann konstant aber nach hinten baute ich bis ins Ziel einen komfortablen Vorsprung aus. Der Zielsprint war dann Ehrensache: Ich bin Vizemeister bei den Hessischen Meisterschaften 🤩🤩🤩🤩

Bild könnte enthalten: 3 Personen, Personen, die lachen, Personen, die stehen, Schuhe, Kind, Baum, Himmel und im Freien

Einen solchen Saisonabschluss habe ich mir nie ausgemalt. Umso motivierter und angriffslustiger (#attacke) gehe ich in das Projekt Hawaii 2019.
Jetzt erst mal #offseason um dem <EGAL> auch tatsächlich mal Raum und Zeit zu geben 😉

In dem Sinne: bis nächstes Jahr.
Bernie

Jetzt ist es offiziell !

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Ähnliches Foto

http://eu.ironman.com/de-de/triathlon-news/articles/2015/09/nl_092015_king-of-kona.aspx

Getreu dem Motto „anders“ möchte ich mich für den bekanntesten aller Triathlons, den Ironman Hawaii qualifizieren.

Dabei muss ich auf zwei Dinge genauer eingehen.

1.) Qualifikation für Hawaii

2.) Was meine ich mit „anders“?

Zur Qualifikation:

Der Ironman Hawaii ist der einzige Triathlon, bei dem man sich nicht einfach so anmelden kann als wäre man beim Einwohnermeldeamt. Man muss sich dafür qualifizieren! Das alleine erzeugt schon einen gewissen Reiz, wäre da nicht noch die Austragung der Weltmeisterschaft und der historische Beginn der Ironman-Serie. Der Ironman Hawaii genießt also eine Sonderstellung. Da ich – wie so viele Triathleten – nicht frei von „Unsättigbarkeit“ bin (ein Wort, das ich mir im Laufe meine Coachingjahre ausgedacht habe), ist der Drang nach neuen höheren Zielen groß. Ja, überspitzt kann man postulieren, dass Hawaii früher oder später für jeden Triathlet ein Traum, eine Vision, ein konkretes Ziel wird. So unerreichbar dieses Ziel auch für die meisten ihr Leben lang bleiben wird, es ist ein Ziel, dass fesselt, dass antreibt, dass polarisiert. Neben meiner Arbeit mit Sportlern, arbeite ich auch mit Menschen, die schwer krank sind.

Bildergebnis für ironman hawaii

http://www.ironman.com/~/media/3900f1311aea4a749e4db928c582b40e/kona%20turtle%201600.jpg?w=1600&h=980&c=1

Es sind immer wieder die Lebensziele, so unterschiedlich sie auch sind, die im Zuge von Erkrankungen, Verletzungen und/oder Schicksalsschlägen schlagartig oder genauso schlimm: schleichend ver’schwimmen‘. Schwimmen (ich merke, wie ich mich genau wie mein Opa in Assoziationsketten verliere) kann ich zwar immer noch nicht konkurrenzfähig aber Träumen und ‚Bergauf‘-Denken (die sog. Attacke!) gelingt mir umso besser. Ich denke ferner, dass Verschwimmen erlaubt ist, selbst Schwimmflügel sind okay. Entscheidend ist nicht WIE man Ziele erreicht oder WAS man dafür brauch, entscheidend ist, DASS man Ziele hat. Ich bin davon überzeugt, dass uns Lebensziele und Träume zu dem machen was wir sind oder werden wollen, anders herum jedoch das uns das Fehlen von Zielen oder Nicht-Akzeptieren-Wollen neuer Ziele erst so richtig leiden lässt. Um den Bogen zu spannen: Ich bin einfach nur super happy, dankbar und stolz sowohl psychisch/physisch wie auch zeitlich/finanziell in der Lage zu sein, mich meiner zeitlebens wohl größten sportlichen Herausforderung zu stellen.

Das setzt voraus, dass ich mich bei einem anderen Ironman gegen meine Altersklassenkonkurrenten (30-34 Jahre) behaupten muss. Die Wahl fiel mir nicht schwer, ist der Wörthersee in Österreich und die Berge darum doch dank meiner lieben Mama als Klagenfurterin zweite Heimat für mich.

Bildergebnis für Ironman Austria 2019

3,8 km Schwimmen, 180 km Rad fahren, 42 km Laufen

Das sind die Streckenlängen – logischerweise bei jedem Ironman gleich. Das mit dem Qualifizieren läuft allerdings nicht über Heimatpunkte sondern über Qualizeiten in den jeweiligen Altersklassen. Um das kurz zu fassen, entspricht das in meiner Altersklasse in etwa einer Gesamtzeit von weniger als 9:15 Stunden, was mich auf mein Motto bringt: „Anders“. (Kurze Anmerkung: 9:15 h ist anhand der Qualizeiten der letzten Jahre geschätzt. Kann unter Umständen sehr spannend werden, wie ARD Sprecher Thorsten Schröder bei seiner Qualifikation bewies.)

Zum Motto:

Anders ist bei mir so einiges. Da ist es naheliegend, dass ich auch anders nach Hawaii will, wobei es dabei keinen Standardweg gibt.

Mein Weg wird so aussehen:

  • Ein Versuch, eine Quali
  • Vorerfahrung Langdistanz: 0 %
  • Trainingspensum: 10 h /Woche
  • HIT statt LIT

Ein Versuch, eine Quali

Ich werde alles auf eine Karte setzen. Ironman Austria wird mein einziger Versuch, mich zu qualifizieren. Das erhöht natürlich den Druck aber ich glaube mehr aus mir rausholen zu können, wenn ich mich auf ein Rennen festlege und kein Ironman-Hopping beginne. Klar, gibt es unbeeinflussbare Faktoren wie z.B. einen Sturz in der Vorbereitung, einen Platten im Rennen oder ein Auftauchen des Lindwurms 😀 Krämpfe, Verletzungen, Zeitstrafen, Ernährung, Psyche sind nur ein Paar weitere Hindernisse, die es zu beherrschen gilt… 😛

Vorerfahrung Langdistanz: 0 %

Ich könnte mich sinnvollerweise erstmal herantasten an die langen Strecken. Schließlich bin ich deutlich Kürzeres gewohnt. Längste Strecken bisher waren zwei Halbmarathons. Eine Mitteldistanz dieses Jahr (Frankfurt City Triathlon) und evtl. eine weitere nächstes Jahr sollen folgen. Ich werde mir aber den Überraschungseffekt zu nutze machen. Wie der genau aussieht, weiß ich auch nicht. Ich komme als Neuling, ich gehe als Neuling.

Trainingspensum: 10 h /Woche

10 Stunden Training in der Woche wird natürlich eine Herausforderung werden. Das entspricht ungefähr meinem aktuellen Pensum. Ich denke aber, dass das trotz oder gerade wegen aller Meinung der Kilometersammler funktionieren wird. Teilweise werden Stunden auf der Rolle oder im Wasser rumgedümpelt, was auch sicherlich die Grundlagenausdauer bis zu einem bestimmten Grad verbessert, mehr aber auch nicht. Jede einzelne Trainingseinheit wird entsprechend wichtiger sein, da es nicht viele werden. Ausnahme wird ein Trainingslager im Frühjahr sein, das aber noch in den Sternen steht (Würde so gerne wieder eine längere Tour durch ein Land machen wie dieses Jahr durch Kalifornien).

HIT statt LIT

Der Schlüssel wird im hochintensiven Belastungsbereich (HIT) liegen. Um jetzt nicht trainingswissenschaftlich abzudriften, belasse ich es dabei, zumal es in dem Bereich kaum Forschung gibt. Die Idee bzw. Hypothese ist, dass bei hoch ausgeprägter Grundschnelligkeit und Explosionskraft (die sog. Attacke!) in Kombination mit einem intakten Muskel-Skelet-Apparat, viel weniger Grundlagentraining (low intensity training) notwendig ist, um ähnliche oder gleiche Effekte zu erzielen. Das setzt ein hohes Maß an Fitness und Belastbarkeit voraus. Gleichzeitig spielt dabei die Regeneration eine noch größere Rolle. Ich werde viel über alternative Wege versuchen anstelle in bestes Material zu investieren (was sowieso nicht schneller macht): Effizienter Schlaf, Nahrungsergänzung (v.a. Protein, Omega 3 und Vitamin D) Yoga (zählt nicht zu den 10 h Training 😉), Blutbilder und mit einem Psychologe zusammen arbeiten.

 

Fazit:

Gibt es keins! Dafür ist es viel zu verrückt, was ich vorhabe. Aber ich habe etwas vor und das zählt!

 

Mein erstes Zeitfahrrad – und wie komme ich jetzt da „hoch“?

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Das Zeitfahrrad wollte perfekt auf mich abgestimmt werden, aber wie?

 

Die Saison 2018 begann mehr ’stationär‘. Nicht direkt für mich sondern mehr für mein neues Zeitfahrrad, mit dem ich dieses Jahr meine erste Halbdistanz beim Frankfurt City Triathlon in Angriff nehme.

Das Zeitfahrrad wollte also perfekt auf mich abgestimmt sein, aber wie?

Eine knifflige Frage, wenn man knapp 2 m groß ist und zu allem Überfluss auch noch unbeweglich ist wie ein Walfisch an Land 😀

So wandte ich mich an Dirk Kessler von Velozeit, Experte in Sachen Aerodynamik und Bike Fitting.

Ca. 4 Stunden nahm er sich Zeit neben meinem Rad auch meine Schuhe und folgerichtig auch meinen Körper richtig einzustellen.

 

Einlagen mussten her,  die Extensions (Armauflage am Lenker) angepasst und der Sattel erstmal gefühlt (oder tatsächlich?!?) 10 cm weiter nach oben versetzt werden.

Natürlich erwies sich diese aggressive Zeitfahrposition in Verbindung mit meiner Unbeweglichkeit als Hauptknackpunkt. Wir arbeiteten also ganzheitlich an der Sache. Das schloss ein individuelles Dehn- und Mobilisierungsprogramm ein, dem ich mich die letzten Monate auch brav gewidmet habe. Dysbalancen und Verkürzungen (v.a. ischiocrural) sind mir durchaus bekannt, die Auswirkungen beim Zeitfahren, in dem das Wort ‚Zeit‘ alles erklärt, dagegen überhaupt nicht.

Reden wir vom Zeitfahren lässt sich das freilich auch auf der Straße nicht umgehen. Mein Weg – bekannt für wenig Umfang und hoher Intensität (dazu zu einem späteren Zeitpunkt mehr!) – muss hier auch leicht angepasst werden. Immerhin muss ich in Frankfurt etwas über 2 h und nächstes Jahr ca. 5 h auf dem Gaul hocken (auch dazu folgt noch so einiges ;-)). Mit Dehnen, Treten und Koppeln habe ich viele Aufgaben vor mir. Ich bin zuversichtlich, dass ich durch Dirks Know-how da hoch klettern werde.

 

 

 

 

 

 

Neues Jahr, neues Glück

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Das Jahr ist durchgestanden und die Planung für 2018 ist weitestgehend abgeschlossen.

Ein paar Ziele für nächstes Jahr möchte ich genauer beschreiben.

Nachdem ich letztes Jahr schon das erste Rennen des Frankfurt Heros verpasst habe, war die angestrebte Gesamtwertung schon dahin. 2018 probiere ich es nochmal und lege noch einen drauf: Im August werde ich meine erste Mitteldistanz (1,9 swim – 80 bike – 21 run) in Frankfurt absolvieren. Auf welchem bike, das steht noch nicht ganz fest, aber das wird auf jeden Fall die Marschrichtung für 2019 vorgeben. Da halte ich mich aber jetzt noch zurück 😉

Neben der Mitteldistanz habe ich einen Titel in Hennef zu verteidigen. Ich freue mich total auf das Heimrennen, das letztes Jahr so unglaublich spannend war. Erst auf den letzten Metern konnte ich das noch gewinnen.

Dann darf der geografisch zwar ganz wo anders lokalisierte Quarterman (i.d.N. von Frankfurt) nicht fehlen. Dort stand ich bisher jedes Jahr auf dem Podest. Letztes Jahr mit der Liga allerdings bin ich total geplatzt beim Laufen. Eine Rechnung ist also noch offen 😉

Wettkampfplanung  2018

Datum

Event

Distanz

03.03

Lahntallauf, Marburg

10 km

11.03

HM FFM

21 km

12.03-09.04

Trainingslager Südafrika

01.05

Eschborn Radrennen

100 km

20.05

Short Track Griesheim

SD

03.06

QM (liga)

OD

24.06

Triathlon Hennef

OD

29.06

Nachtmarathon Staffel-Marburg

9,7-11 km

21.07

Burgwald

SD

05.08

FCT FFM

MD

26.08

Viernheim Triathlon

OD (DM)

02.09

City-Triathlon Baunatal

SD

Es folgen weitere Events im hessischen Raum und die Liga-Mannschaft des VfL Marburg. Wir sind nächstes Jahr sehr gut aufgestellt und wollen den zweiten Aufstieg im zweiten Jahr schaffen. Also auch ein Mannschaftsziel ist ausgerufen (!)

Ein wunder Punkt wird das Schwimmen bei mir bleiben. Ich bin viel im Wasser und werde auch gefühlt besser aber bleibe skeptisch, was die Performance im Wettkampf angeht. Eigentlich dürfte ich mit den bisherigen Schwimmzeiten gar nicht in die Top 3 laufen aber im Triathlon gilt:

Am Ende knallt die Peitsche 🙂

 

In diesem Sinne starte ich motiviert ins neue Jahr und freue mich auf neue alte Herausforderungen.

Euer Börns

Auf den letzten Metern zum Sieg beim Hennefer Triathlon 2017

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Bist du auch in diesem ‚Nationalteam‘ ? ? ?

Mit dieser Überschrift muss ich etwas weiter ausholen.

Es begann 10:45 Uhr mit einem Landstart des Hennef Triathlons 2017.

An der Stelle direkt eine Korrektur: Der Start wurde verschoben, weil ein Starter aus der Gruppe vor uns nicht auf sein Rad gestiegen ist, im See aber auch nicht mehr auffindbar war. Folgerichtig ist die Wasserwacht ausgeschwärmt, um den Verschollenen zu suchen. Ich habe den weiteren Verlauf nicht ganz verstanden, war ich schließlich schon voll im Anspannungsmodus.

Der Verschollenen tauchte wieder auf und der Start erfolgte prompt.

Ich kam gut in einen Rhythmus rein, der mich mit 25:07 min. solide über die 1,5 km Schwimmdistanz brachte. Ich war überraschenderweise in der Verfolgergruppe und stieg als Sechster aus dem Wasser, was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnte. Überhaupt war das mit der Platzierung bis 100 m vor dem Ziel so eine Sache.

Dreispurige Wechselzone

Aber zurück zum Rad, ne, zurück in die Wechselzone (WZ). Dort wurde ich nämlich erstmal gemaßregelt und durfte einen Umweg laufen, weil ich mir die Laufwege vorher natürlich nicht angeschaut habe.

Dazu muss erklärt werden, dass so eine WZ eine logistische Meisterleistung ist. An drei Stellen strömen Schwimmer, Radfahrer und Läufer in die WZ und wieder hinaus. Hier sollten sich diese drei Ströme tatsächlich eine schmale Straße teilen. Kann man sich vorstellen, wie eine dreispurige Autobahn auf der mit Geisterfahrern zu rechnen ist 😀

Nun aber den richtigen Weg eingeschlagen, konnte ich von Anfang an ordentlich Druck machen auf dem Rad. Dort kam das erste mal das Gefühl, dass da noch Großes kommen könnte. Zwei oder drei Athleten konnte ich auf der Radstrecke catchen bevor es auf die Laufstrecke ging.

Ein Lauf nach Maß

Immer noch völlig ahnungslos wie viele Athleten jetzt noch vor mir sind, bin ich schnell angelaufen – nein, schnell angeflogen. Mit einer Pace von 3:40 min. / km fühlte sich der Lauf richtig gut an. Ein Leichtigkeitsgefühl, das ich so nur sehr selten auf einer olympischen Distanz erlebe, wo doch die Vorbelastung schon so hoch war. Auch auf der Laufstrecke ließen sich zwei weitere Leute catchen. Letzteren fragte ich nach seiner Platzierung. Platz 2 sagte er fröhlich und mir mutmachend: „Den kannst du noch kriegen“ Er sprach vom Erstplatzierten (Luka Söntjens), der schon aus der WZ raus lief als ich mein Rennrad noch auf der Geister-Autobahn rein schob. In anderen Worten war er mir sehr weit voraus. Ich war trotzdem neugierig, was da noch drinnen seien sollte. So fragte ich meine Crowd an der Strecke nach den Zwischenzeiten.

An dieser Stelle tausend Dank an meine Familie und Freunde!

Die Jagt, die gar keine werden sollte

Bei KM 1 oder 2 erfuhr ich den Rückstand von 2:30 min. Völlig ausgeschlossen, dachte ich, als ich den Rückstand hörte. Ich lief aber trotzdem mein Tempo weiter und war irgendwann in einem Tunnel. An mehreren Stellen versuchte Olaf mir den kürzer werdenden Abstand auf Platz 1 durchzurufen. Keine Chance – nichts mehr wahrgenommen. Zum Glück handelte es sich um eine Wendepunktstrecke, wo man die Abstände ganz gut einschätzen konnte. Keine Chance – immer noch nicht wahrgenommen, wie der Abstand kleiner wurde.

Tatsächlich erst am letzten Wendepunkt bei ca. KM 8,5 stellte ich fest, dass Luka nur 200 m vor mir wendete. Ab da hieß es ‚Attacke‘ (Es heißt bei mir immer Attacke aber jetzt nicht mehr Attacke gegen die Zeit sondern gegen Platz 1) ! Die Zuschauer und Streckenhelfer brüllten vor mir ständig Lukas Namen. Er war aus dem lokalen Verein. Und obwohl ich als unbekanntes Gesicht auftrat, puschten mich alle Hennefer genauso ins Ziel.

Ganz großen Respekt für den Support !

KM 9: Luka war jetzt 30-40 m vor mir. Wenn ich das noch auf dem letzten KM gewinnen will, so dachte ich, hätte ich nochmal anziehen müssen. Ich traute mich (noch) nicht…

Kurve rechts, Kurve links und schon ging es auf die Zielgerade zu – vielleicht 100 m to go. Dann erst startete ich den Turbo (Steigerung von Attacke) und schob mich noch irgendwie mit letzter Kraft an Luka vorbei.

Ein kurzer Blick nach hinten zeigte mir: Luka geht den Schlusssprint nicht mit. So lief ich auf den letzten Metern als Sieger durchs Ziel.

Wahnsinn !

 

Im Ziel fragte mich eine Bekannte des Zweitplatzierten, ob ich auch „in diesem Nationalteam“ wäre wie Luka 😀

Diese Frage lasse ich gerne so stehen und verabschiede mich für heute zumindest von euch.

Euer Börns

 

Ligaauftakt beim Quarterman, Germany

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Quarterman Germany: 950 m Schwimmen – 45 km Rad – 10,5 km Laufen

 

Als Vorjahressieger der Gesamtwertung angereist, waren die Erwartungen sehr hoch. Dazu noch war es der erste Wettkampf mit dem dieses Jahr neu gegründeten Triathlonteam des VfL Marburg.

Ein warmer Tag zeichnete sich früh ab, hat mich aber nicht weiter beschäftigt. Ich sollte eines besseren belehrt werden.

Nach solidem Schwimmen ging es Volldampf auf’s Rad. Dort spürte ich das erstmal die Mittagshitze. Wir hatten mit einer Startzeit von 13:10 Uhr natürlich den Jackpot gewonnen, was die max. Hitze des Tages anging.

Auf dem Rad konnte ich schnell Druck machen und einen nach dem anderen überholen. Auch ein Wespenstich an der linken Schläfe bei KM 15 hielt mich nicht davon ab, weiter Vollgas zu geben.

Vom Rad…

So war ich mit dem Radsplit von 1:14 h als erster in der Wechselzone und freute mich auf meine stärkste Disziplin. Nach einem Kilometer auf der schattenfreien Laufstrecke war es mit der Freude wieder vorbei.

Die Beine wollten einfach nicht mehr – ein körperlicher Zustand, den ich so vorher auch noch nie hatte. Denn vom Kopf und Herz-Kreislaufsystem her war ich noch voll leistungsfähig.

Es folgten 10 km reiner Qual und mit jedem km musste ich meine angestrebte Pace von 3:45 min/km nach oben korrigieren. Erst bei ca. 4:10 min. war ich in der Lage durch zulaufen.

Wechsel zu den qualvollen 10,5 km

…direkt auf die Laufstrecke

Motiviert hat mich dann doch noch meine Mannschaft um Marius, Volker, Marcel und Jürgen. Sie machten einen super Job und waren mir auf den Fersen. Daraus schloss ich relativ früh, dass wir auf gutem Kurs waren, mit der Mannschaft auf’s Podest zu kommen. Ich musste also „nur“ irgendwie durchhalten. Dafür nutzte ich jede Verpflegungsstelle ausgiebig. Die Schwämme waren super 🙂 Sowieso war der Wettkampf wieder perfekt durchorganisiert. Danke an die vielen Helfer !

Im Ziel angekommen war ich mit einer Gesamtzeit von 2:14 h etwas frustriert, obwohl ich erster meiner Startgruppe und vierter in der Liga geworden bin.

Warum frustriert? Weil ich 5 min. langsamer war als noch ein Jahr zuvor. Unter Berücksichtigung der ganzen Umstände, sehe ich das Ganze nun, wo ich diesen Beitrag schreibe, schon viel gelassener. Mein Ansporn für die weiteren Rennen hat darunter in keinster Weise gelitten. Ganz im Gegenteil bin ich jetzt noch motivierter und zuversichtlich, mein Potential dieses Jahr noch voll entfalten zu können. Darüberhinaus haben wir beim erstem Ligawettkampf direkt gewonnen und führen damit die Liga an. Richtig tolle Teamleistung !

Mannschaftssieger!!!
(v.l. Volker, ich, Marius, Marcel und Jürgen)

Bis zum nächsten Wettkampf wieder.

 

Euer Bernie

 

Bilder bereitgestellt von Volker Meyer – Optimum Augenoptik

 

Saisonstart mit Hürden

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Fuß will nicht

Ich pausiere nun seit zwei Wochen und musste den Saisonstart in Frankfurt absagen.

Mein erster Halbmarathon sollte direkt eine Ansage für die  FFM Hero Wertung werden.

Sehnenansatz entzündet. Wade rechts

Sehnenansatz entzündet. Wade rechts. Wie ein zweites Sprunggelenk 🙂

Ich hätte sogar starten können und wäre vielleicht sogar in 1:17 h im Ziel gewesen, aber das Risiko war einfach zu groß, dass mir da eine Sehne komplett reißt.

Ich bin ganz froh, dass die Vernunft mich davon abgehalten hat. Meine Freundin Caro hat mich dahingehend auch etwas wachgerüttelt.

Das Risiko und das Kämpfen am Limit wird auf jeden Fall meine Stärke bleiben, aber nicht mehr um jeden Preis.

Das Warten nervt natürlich trotzdem. Gerade jetzt ist die wichtigste Vorbereitungsphase eines Triathleten.

Ab nächster Woche steige ich langsam wieder ins Training ein.

Studium läuft

Wie so viele Triathleten koordiniere ich neben dem Sport ein Studium und mehrere Jobs.

Ich denke, ich habe da eine gute Balance gefunden.

Immerhin hat meine Masterarbeit von der Zwangspause profitiert 😉 Die ist nun so gut wie fertig.

Ab Mai geht’s für ein Jahr in die klinische Tätigkeit. Das Training lässt sich da aber ganz gut integrieren.

So kann ich zum Beispiel mit dem Rad die 40 km zur Arbeit fahren – Schön durch das hessische Hinterland 🙂

Soweit der Plan – wie gut das auch umgesetzt wird, bleibt abzuwarten.

Kein Camp auf Mallorca dieses Jahr

Ich wollte im März unbedingt wieder in den Robinson Club Cala Serena.

Das Trainingslager letztes Jahr war unglaublich schön. Ein kurzer Rückblick

Ganz unabhängig von meiner Verletzung habe ich zu viele Termine im Moment, so dass ich dieses Jahr passen muss.

Mit ganz viel Glück klappt’s Ende April noch. Das ist dann zwar schon kurz vor den ersten Triathlons aber das sollte kein Problem sein.

 

Zusammengefasst ist mein Saisonstart etwas unglücklich verlaufen aber ich bin guter Dinge, dass ich wieder bei dem ein oder anderen Event vorne mitmischen werde.

Stay tuned

 

Bernie

 

Jahresrückblick 2016

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3 x gewonnen, 2 x Totalschaden und ganz viele Wundertüten

– Getreu dem Motto „ANDERS“

Trainingslager Mallorca März/April

Die Saison begann mit einem wunderbaren Trainingslager im Robinson Club Mallorca. Zwei Wochen lang konnte ich mein nagelneues Rennrad ordentlich ausfahren und dabei super nette Leute aus dem Club kennenlernen. Auch war es schön, alte bekannte Gesichter aus Robinsonzeiten wiederzutreffen. Für nächstes Frühjahr habe ich mir fest vorgenommen, wieder dort unterzukommen – aufgrund verschiedener Verpflichtungen steht das jetzt schon allerdings in den Sternen. Es sind immer diese Kompromisse, die man als „Nicht-Profi“ eingehen muss: Priorität I, II oder III. Bei mir kommt es dabei immer zu Verschiebungen der Prioritäten, wenn man Studium, Arbeit und Triathlon unter einen Hut kriegen muss.

Buschhütten Mai

Als ersten Triathlon der Saison wählte ich den Klassiker Buschhütten. Motiviert meldete ich mich im Profifeld, wo auch der später Hawaii-Fünftplatzierte Andi Böcherer startete.

Hier zeigte sich das erste Mal die Wirkung davon, zu hohem Druck mithalten zu wollen. Ich war unkonzentriert und mit der Aufmerksamkeit von Beginn an mehr beim Gegner als bei mir und meiner noch unsauberen Kraultechnik. Schon nach dem Schwimmen war es mein einziges Ziel, nicht Letzter zu werden. Das war für mich persönlich ziemlich enttäuschend. Wenn du weißt, was du kannst aber im entscheidenden Moment einfach nicht in der Lage bist, genau das auch abzurufen. Welchen Nutzen konnte ich daraus überhaupt ziehen?

Von Anspannung noch keine Spur

Von Anspannung noch keine Spur

Zu hoher Anspruch macht mich blind bzw. unaufmerksam für das Wesentliche und das ist bei mir das Kämpfen am Limit. Dieses Limit – das habe ich nun gelernt – hatte ich bis dato überhaupt nicht definiert. Am Limit war ich definitiv, aber das psychophysiologische Erklärungsmodell dahinter erspare ich euch jetzt 😉

Jetzt heißt es Aufstehen und Weitermachen!

 

 

Sub 35

Das erste mal unter 35 min.

Das erste mal unter 35 min.

Das Weitermachen mit noch mehr Antrieb ist mir mit einem Paukenschlag gelungen. Das erste Mal habe ich die 35 Min. auf 10 km unterboten und das schon sehr früh in der Saison. Normalerweise erreiche ich meinen Leistungspeak immer erst Ende Juni, wenn die Hauptwettkampfphase läuft. So allerdings durchbrach ich diese „Mauer“ noch während der Vorbereitungsphase, was mich sehr erstaunt hat. Gleichzeitig hat mir das gezeigt, dass ich noch sehr viel Feuer in den Beinen habe und ich habe mir vorgenommen, in der nächsten Saison nochmal auf den Sprint – und Kurzdistanzen inkl. Läufen anzugreifen. 

Zeitungsbericht im Hanauer Anzeiger

Zeitungsbericht im Hanauer Anzeiger vom 20/Juni/2016

Quarterman Sieg Juni

Der nächste Knaller kam schon kurze Zeit später. Beim Quarterman in der Nähe von Frankfurt konnte ich vor „vereinsheimischer Kulisse“ meinen ersten Gesamtsieg eines Triathlons einfahren. Das war schon ein ganz besonderes Gefühl, das mir keiner mehr nehmen kann. Ich bin gespannt, wie es 2017 laufen wird. Viele starke Triathleten haben sich angekündigt und die hessischen Triathlonligen sind ebenfalls vertreten. Ich werde wieder dabei sein, um meinen Titel zu verteidigen!

Badehosen-Story

Eine meiner typischen Bernie-Aktionen darf ich euch nicht vorenthalten. Für das Schwimmtraining bin ich diese Saison immer nach Gießen gefahren. So war es naheliegend, aus dem Radeln und Schwimmen eine Koppeleinheit zu machen. Das bedeutet, es werden zwei der drei Disziplinen direkt im Anschluss aneinander trainiert. In diesem Fall also Radfahren → Schwimmen → Radfahren. Das hat auch alles super geklappt – bis auf das Verstauen der nassen Badehose nach dem Schwimmen. So kam ich auf die grandiose Idee die Badehose um meine Trinkflasche zu wickeln und in den Getränkehalter zu stopfen. Nach nur 500 m (natürlich mit Vollgas im Wettkampfmodus) rutschte die Badehose aus dem Halter direkt ins darunterliegende Kettenblatt und nach einer halben Umdrehung weiter bis zum Ritzelpaket. Das hat dann erst einmal 10 min. gedauert, die Badehose aus der Kette wieder heraus zu fummeln. Die Koppeleinheit war damit zu Ende.

CTW

Das letzte Wettkampfwochenende der Saison sollte nochmal turbolent werden. Geplant war für Samstag die olympische Distanz in meiner wahren Heimat beim Cologne Triathlon Weekend und einen Tag später das Ligafinale in Baunatal (irgendwo in Nordhessen). Eine Woche vorher zog ich mir eine Schnittwunde an einer etwas unglücklichen Stelle direkt unter dem Fuß zu. Leider entzündete sich diese während des Wettkampfes in Köln, wodurch dieser mit jedem Schritt zu einer reinen Qual wurde. Da half mir meine Größe und die damit einhergehenden reduzierten Bodenkontakte auch nicht mehr weiter. Viel schlimmer noch war meine verletzungsbedingte Absage einen Tag später für das Ligateam. Denn auch ein anderes Teammitglied sagte zeitgleich ab und somit konnten wir keine Wertungspunkte an dem Tag kassieren. Der Abstieg aus der Regionalliga war vorprogrammiert – nicht zuletzt wegen noch hinzukommenden Missverständnissen. Das war sehr schade und ich bedauere sehr, dass ich einen Anteil an dem misslungen letzten Ligawettkampf trage.

Happy End

Optimum in der ersten Reihe

Silvesterlauf zum Abschluss einer turbolenten Saison. Optimum in der ersten Reihe. Foto: Volker Meyer

Ein Happy End war dann doch noch der souveräne Gesamtsieg des Stadtlaufs in meiner Studentenstadt Marburg. Ein Surprising End folgte schlussendlich auch noch mit einem spontanen Start beim Silvesterlauf in Rodenbach am 31.12.2016. Aus dem Krafttraining heraus so spät im Jahr noch einen 10er zu laufen bringt ungefähr so viel wie Zähneputzen ohne Zahnbürste. Es war trotzdem ein gelungener Lauf unter harten Bedingungen (Minusgrade & anspruchsvolle Waldstrecke mit zwei extremen Anstiegen) und einem zweiten Platz in meiner Altersklasse.

Ergebnisse 2016

Das Jahr steckte rundum voller Erfolge und Überraschungen. Stolz bin ich vor allem auf die sub 35 min. beim 10 KM Lauf in Frankfurt. Das war zu 100% mein Verdienst und zu wissen, dass ich eigene Grenzen überwinden kann, löst ein sehr gutes Gefühl aus. So schließe ich das Jahr mit dem passenden Zitat ab: Gefühl von Grenze darf nicht heißen „Hier bist du zu Ende“, sondern „Hier musst du noch wachsen!“ (Emil Gött) und leite das neue Jahr mit Spannung, Feuer und vielen weiteren Wundertüten ein.

Fahrplan 2017

Das neue Jahr hat begonnen und die ersten Ziele sind gesetzt. Meine Spritzigkeit bzw. Schnelligkeit soll dieses Jahr beim Frankfurt Hero unter Beweis gestellt werden: Ein mehrteiliges Rennformat bestehend aus dem Halbmarathon Frankfurt, dem Radrennen Frankfurt-Eschborn und dem Frankfurt City Triathlon. Auf diese drei Rennen lege ich meinen Trainingsplan aus, hat also Priorität I. Weiterhin großes Tennis wird mich beim Quarterman 2017 erwarten. Alles weitere halte ich mir momentan noch offen. Es werden viele Läufe und noch die ein oder andere Sprint- und/oder Kurzdistanz folgen (Termine). Das mit den Prioritäten wird sich im Verlauf der Saison ohnehin mehrmals verändern, wie ich eingangs beschrieben habe.

Saisonabschluss zwischen Stolz und Schmerz

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Cologne Triathlon Weekend, Olympisch, 03.09.2016

Sehr motiviert und sogar teilweise erholt sollte es ein sehr action-geladener Abschluss dieser Saison werden mit dem Köln Triathlon am Samstag und dem Regionalliga Team-Wettkampf am Sonntag.
Die Action ist bei mir ja immer vorprogrammiert, die Überraschungen auch. Was an diesem Wochenende aber alles schief ging, will ich euch nicht vorenthalten – den unter Schmerzen erkämpften 10. Platz aber auch nicht !

Der Rudensee als Auslöser

ein Schritt zu viel!

ein Schritt zu viel!

Es begann alles völlig harmlos mit einem Sprung in den Gletscher See beim Abstieg der Roten Wand (ca. 2700 m Höhe).
Ich war der messerspitzen Felsbrocken im See natürlich [nicht] bewusst, und zog mir eine Schnittwunde unter dem re. Fuß zu. Halb so wild, Tape drum, weiter geht‘s !
Wir hatten schließlich noch 2 Stunden Abstieg vor uns…Auch zwei Trainingseinheiten im Laufschuh in der Woche vor dem Köln Triathlon liefen noch gut.

Home ist, wo der Dom ist

Start

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Ausgerüstet mit Tape ging es nach Köln. Ich hatte dieses Mal eine besondere Wechselzone mit Tapestreifen vorbereitet, die ich nach dem Schwimmen erst anbringen wollte.
Der Wettkampf: 1,5 km Schwimmen, 40 km Rad, 10 km Laufen.
Ein Highlight vor der Katastrophe (ich hoffe mir gelingt der Spannungsaufbau innerhalb dieses Beitrages?!?), war die Schwimmzeit mit 24:35 min.

Die 25 min. versuche ich schon so lange zu knacken, wie das Eichhörnchen aus Ice Age seine Nuss.
scrat-7914Neoprenanzug und Regattabahn halfen mir dabei selbstverständlich nur marginal 😉
In der Wechselzone warteten schon meine Tapesteifen auf mich. Irgendwie habe ich es allerdings geschafft, dass die Tapestreifen nach dem Ausziehen des Neos an genau diesem festklebten und nicht unter meinem Fuß. Ziemlich doof in dem Moment, wo es doch besonders schnell gehen soll. Also die Zeit, die ich beim Schwimmen gut machte, verlor ich durch Rumtüddeln in der Wechselzone.
Das Radfahren wiederum war super. Mit 39er-Schnitt fegte ich über den Asphalt. Vor mir, hinter mir, neben mir und über mir wurden blaue Karten verteilt ohne Ende. Blaue Karte steht wahrscheinlich für hochqualifizierte Triathleten, denen ein legaler Aufenthalt in der EU angeboten wird. Nun, mir blieb dieses Privileg, das man nur in Verbindung mit einer Zeitstrafe erhält verwehrt. Glück im Spiel, Pech im Fuß.

The Mental Game

Denn schon der erste Schritt im Laufschuh kündigte einen Kampf gegen Schmerz und Hitze an. Hitze? Gar kein Thema!
Schmerz? Auch kein Thema für mich! Zeichnet mich doch genau diese Fähigkeit des Beißens und Kämpfens jenseits der Schmerzgrenze aus. So begann ich auf Zehenspitzen zu laufen, um den Mittelfuß zu entlasten. Dementsprechend war meine Muskulatur nach ca. 3 km (von 10!!!) erschöpft. Adrenalin? Endorphin? Selbst meine beiden endogenen Freunde konnten dem pochenden Schmerz im re. Fuß nichts aussetzen.
Jetzt begann das „Mental Game“, wie Macca es in seinem Buch beschreibt (sehr zu empfehlen!). Ich probierte es mit Konfrontation: Ein wirksames Werkzeug, dass ich eigentlich in meiner Arbeit als Sportpsychologe mit Athleten und Klienten einsetze. Dass es mir selbst in der stressreichen Situation half, den Schmerz mit Stolz zu überlagern, bestätigt nicht nur meinen Kämpferwillen, sondern auch die Effektivität meiner Arbeit. So überstand ich KM 3 bis 8. Muskulär war dann einfach Schluss. Ich wollte nur noch umkippen, als mir ein Zuschauer zuschrie, dass ich auf Platz 10 war. Ich ersetzte den Wunsch „Umkippen“ mit „Platz 10 halten um jeden Preis“ und kämpfte mich mit einer 4:30er Pace (sonst: 3:40er) ins Ziel. Der Mind-Set hat funktioniert!

Der Kampf ist weniger sichtbar als hörbar :-/

Mit 8 sek. Vorsprung konnte ich den zehnten Platz gerade so verteidigen. Dass ich zusätzlich zweiter in meiner Altersklasse wurde, ging bei der notärztlichen Versorgung im Ziel völlig unter, genauso wie die überraschende Vorwahl in McPom. Die anfangs so unscheinbare Verletzung hatte sich entzündet. An einen Start einen Tag später für das Triathlon Team Gießen war gar nicht mehr zu denken. Aufgrund mehrere Umstände stieg die erste Mannschaft leider einen Tag später aus der Regionalliga ab. In dem Zusammenhang war auch ich mit Vorwürfen konfrontiert, so dass ich notwendige Konsequenzen daraus ziehe. Im Sinne des Teams hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht.
Abschließend zu meiner Verletzung:
Die heilt wieder! Was bleibt, ist der Stolz und die mentale Stärke.
Ich denke genau diesen Zweck erfüllt der Sport Triathlon: Das Testen der mentalen Stärke. Es geht letztlich darum Herausforderungen anzunehmen und Hindernisse zu überwinden.

Den nimmt mir keiner !

bornsi 2 Comments

Quarterman Germany 2016

27746990526_323b8291d6_zMit Supportteam (Johanna, Caro und Torben), dem ganzen Tria-Team Bruchköbel im Rücken und Volker von Optimum Sportbrillen  reiste ich top motiviert zum Quarterman Germany. Kaum angekommen wurde schon von allen Seiten um ein Kopf an Kopf Rennen zwischen Jannik Trunk und mir spekuliert: der Vorjahreszweite gegen den Vorjahresdritten. Der Rennverlauf sollte ganz anders erfolgen.

27781395315_9641236314_zSchwimmen

Schon zu Beginn zeichnete sich ab, dass ich mein angepeiltes Tempo (1:30 min./100m) nicht halten kann. Etwas dumm bin ich die ersten 300 m viel zu schnell angeschwommen, um in Janniks Wasserschatten zu bleiben. Als die Vernunft dann zurückkam war es schon zu spät und ich musste das Tempo – wiedermal bedingt durch fehlenden Fokus auf meine Schwimmtechnik – ordentlich drosseln.

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Erste Bahn im Gleichschritt mit Jannik (Jannik rechts, Ich links)

Rad

27170683763_8e3747f038Mit 70 sek. Rückstand auf die Führungsgruppe um Jannik und andere unbekannte Gestalten, wechselte ich auf’s Rad. Die unbekannten Gestalten, wie sich später rausstellte, waren totale Kanonen auf dem Rad. Einer fuhr einen 2 min. Vorsprung raus und ein anderer sogar sage und schreibe 6 min. Als Markus mir jede Runde (4 insgesamt) die Zwischenzeiten zubrüllte, konnte ich das nicht fassen, dass bei dem Tempo der Vorsprung jede Runde um 2 min. zunahm. Also jede Attacke zwecklos. Jannik fiel etwas zurück, startete dann aber beim Laufen seinen Turbo.

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Startnummer abgerissen?!?

Laufen

Als Dritter ging’s in den abschließenden 10,5 km Lauf. Einen Podestplatz habe ich mir damit schon ausgerechnet, blieb aber bescheiden, weil mir mein eigenes Tempo wichtiger war als eine Platzierung (Interessanterweise gelingt mir das Fokussieren beim Laufen wesentlich besser als beim Schwimmen). Zumal ich die beiden unbekannten Kanonen vor mir sowieso nicht erkannt hätte, wenn ich sie überholen sollte 😀 Jetzt standen aber Max und Marcel an der Laufstrecke und fütterten mich nahezu im Minutentakt mit den aktuellen Rückständen zum Ersten und Zweiten. Es stellte sich heraus, dass die beiden da genau richtig standen 😉 Denn plötzlich drehte sich das Spiel komplett um 180 Grad: Den Zweiten habe ich irgendwann schon bei KM 2 überholt ohne, dass ich das mitbekommen habe, der Abstand zum Ersten sprang von 6 auf 3 min, von 3 min. auf 40 sek. und auf einmal war das mit den persönlichen Leistungszielen, Fokus und so völlig außen vor. Den Blick auf die

Kratzen?

Kratzen?!?

Uhr gab’s nicht mehr. Jetzt hatte ich Blut geleckt und wollte das Ding nach Hause fahren. Gleichzeitig drückte Jannik ganz schön auf die Tube. Man sah es an seiner hervorragenden Lauftechnik. Man sah es vor allem immer wieder, weil die Laufstrecke mit Wendepunkten zwei Mal durchlaufen wurde. In anderen Worten: Man begegnet sich mehrmals während den 10,5 km.

Zurück zum Rennen: Erst bei KM 9 konnte ich den Führenden vor mir erkennen und wusste, dass ich den noch kriegen konnte. Wie immer, aber dieses Mal besonders stark, erhöhte ich das Tempo auf dem letzten KM und zog vorbei an Michael Herberger. Ich lief sogar noch einen kleinen Vorsprung raus. Erst beim Zieleinlauf und so halb wahrnehmend „Und hier kommt der Sieger des Quarterman 2016“ war mir klar: Der Sieger bist du!

Ein Wahnsinnsgefühl und ich freue mich total darüber. Nachdem ich erfuhr, dass Michael wegen Seitenstechen Gehpausen einlegen musste, dachte ich schon einen Moment lang, er hätte den Sieg eigentlich mehr verdient gehabt als ich. Zumal ich zur Zeit aufgrund mehrerer Jobs und Studium überhaupt nicht vernünftig trainieren kann und meine Gesamtzeit (2:09 h) die letzten beiden Jahre besser war. Bei mir hat an diesem Tag einfach alles trotz der widrigen Wetterumstände und der sumpfigen Laufstrecke gepasst. Ich bin somit zufrieden und den Sieg – ob verdient oder nicht – kann mir keiner mehr nehmen.

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Danke an alle QM-Helfer!!!

Danke an den tollen Support an der Strecke, im Ziel und nicht zu vergessen am Vortag, wo viele fleißige Helfer die Rad- und Laufstrecke noch freigeschaufelt haben vom ganzen Schlamm. Ohne euch hätte der QM 2016 gar nicht oder nur in abgespeckter Form (s. Heilbronn, Luxemburg etc.) stattfinden können.

Es geht immer weiter Bergauf mit Bernie 🙂