Ligaauftakt beim Quarterman, Germany

Quarterman Germany: 950 m Schwimmen – 45 km Rad – 10,5 km Laufen

 

Als Vorjahressieger der Gesamtwertung angereist, waren die Erwartungen sehr hoch. Dazu noch war es der erste Wettkampf mit dem dieses Jahr neu gegründeten Triathlonteam des VfL Marburg.

Ein warmer Tag zeichnete sich früh ab, hat mich aber nicht weiter beschäftigt. Ich sollte eines besseren belehrt werden.

Nach solidem Schwimmen ging es Volldampf auf’s Rad. Dort spürte ich das erstmal die Mittagshitze. Wir hatten mit einer Startzeit von 13:10 Uhr natürlich den Jackpot gewonnen, was die max. Hitze des Tages anging.

Auf dem Rad konnte ich schnell Druck machen und einen nach dem anderen überholen. Auch ein Wespenstich an der linken Schläfe bei KM 15 hielt mich nicht davon ab, weiter Vollgas zu geben.

Vom Rad…

So war ich mit dem Radsplit von 1:14 h als erster in der Wechselzone und freute mich auf meine stärkste Disziplin. Nach einem Kilometer auf der schattenfreien Laufstrecke war es mit der Freude wieder vorbei.

Die Beine wollten einfach nicht mehr – ein körperlicher Zustand, den ich so vorher auch noch nie hatte. Denn vom Kopf und Herz-Kreislaufsystem her war ich noch voll leistungsfähig.

Es folgten 10 km reiner Qual und mit jedem km musste ich meine angestrebte Pace von 3:45 min/km nach oben korrigieren. Erst bei ca. 4:10 min. war ich in der Lage durch zulaufen.

Wechsel zu den qualvollen 10,5 km

…direkt auf die Laufstrecke

Motiviert hat mich dann doch noch meine Mannschaft um Marius, Volker, Marcel und Jürgen. Sie machten einen super Job und waren mir auf den Fersen. Daraus schloss ich relativ früh, dass wir auf gutem Kurs waren, mit der Mannschaft auf’s Podest zu kommen. Ich musste also „nur“ irgendwie durchhalten. Dafür nutzte ich jede Verpflegungsstelle ausgiebig. Die Schwämme waren super 🙂 Sowieso war der Wettkampf wieder perfekt durchorganisiert. Danke an die vielen Helfer !

Im Ziel angekommen war ich mit einer Gesamtzeit von 2:14 h etwas frustriert, obwohl ich erster meiner Startgruppe und vierter in der Liga geworden bin.

Warum frustriert? Weil ich 5 min. langsamer war als noch ein Jahr zuvor. Unter Berücksichtigung der ganzen Umstände, sehe ich das Ganze nun, wo ich diesen Beitrag schreibe, schon viel gelassener. Mein Ansporn für die weiteren Rennen hat darunter in keinster Weise gelitten. Ganz im Gegenteil bin ich jetzt noch motivierter und zuversichtlich, mein Potential dieses Jahr noch voll entfalten zu können. Darüberhinaus haben wir beim erstem Ligawettkampf direkt gewonnen und führen damit die Liga an. Richtig tolle Teamleistung !

Mannschaftssieger!!!
(v.l. Volker, ich, Marius, Marcel und Jürgen)

Bis zum nächsten Wettkampf wieder.

 

Euer Bernie

 

Bilder bereitgestellt von Volker Meyer – Optimum Augenoptik

 

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